Meine Imkerei

Ich imkere seit 1984. Begonnen habe ich mit dem Einfangen eines Schwarmes eines Imkerkollegen. Anfangs verwendete ich selbst gebauten Holzbeuten (Bienenkästen) mit bis zu 30 Völkern. Dazu habe ich selbst Bäume gefällt, ins Sägewerk gebracht, die Bretter getrocknet, gesägt, gehobelt und in Rähmchen und Beutenteile verarbeitet. Als Beute habe ich schon damals eine selbst konstruierte Magazinbeute mit der üblichen Rähmchengröße, dem so genannten Normalmaß, verwendet. Zur Unterbringung der Völker habe ich mir ein Bienenhaus in Terrassenform gebaut, so dass die Völker in verschiedenen Ebenen ausfliegen konnten. Zu dieser Zeit habe ich auch die Bienenzucht in unserem Verein (noch "Sparte Imker im VKSK" genannt) betreut und war einige Jahre Vorsitzender.

Nach 1989 habe ich die Zahl der Völker drastisch reduziert und nur für den eigenen Bedarf einige Völker gehalten. Da die Frage der Vermeidung von Rückständen und Umweltgiften im Honig mich schon frühzeitig sehr interessierte, habe ich mich folgerichtig entschieden, nur noch ökologisch erzeugten Honig zu produzieren. Dabei verwende ich eine der Biologie der Biene angepasste Beutenform und Rähmchengröße - das Dadantmaß. Die Völker stehen jetzt im Sommer wie im Winter durch Blechdeckel geschützt auf Böcken oder Paletten. Das entspricht der Art ihres natürlichen Vorkommens - sie lebten ja viele Jahrtausende in Baumhöhlen. Die Völker können leichter bearbeitet werden und ihre Leistung zeigt, dass dies auch für die Bienen die günstigere Aufstellung ist. 

 

Meine Bienenvölker stehen im Thüringer Kernland. 

Die Bestäubungsleistung der Bienen ist nicht zu importieren. Eine vielfältige Landschaft kann nur entstehen und erhalten werden, wenn die Bienen ihre Bestäubung hier bei uns leisten. Ich wandere mit den Bienen deshalb nicht! Nachteilig ist vielleicht, dass meine Bienen keinen Waldhonig einbringen können, weil es im Thüringer Kernland eben keine ausgedehnten Tannen- oder Fichtenwälder gibt. Nach meiner Auffassung ist ökologisch erzeugter Honig auch nur regional zu gewinnen. Hoher Fahrzeug- und Kraftstoffeinsatz, um gerade den einen oder anderen bestimmten Sortenhonig im Angebot zu haben, deckt sich damit nicht. Auch möchte ich meinen Bienen den Stress nicht zumuten, stundenlang durchgeschüttelt zu werden, sich dann mit neuen Klima- und Trachtbedingungen auseinanderzusetzen und sich in einem unbekannten Umkreis ständig neu orientieren zu müssen. Folglich können Sie bei mir nur regional erzeugten Honig kaufen. Das sind zur Zeit Frühjahrsblütenhonig, Rapshonig und Sommerblütenhonig. Die Preise sind bei allen Sorten gleich, da auch der Aufwand der Erzeugung für mich gleich ist.

 

Die Standorte der Völker sind verteilt im Thüringer Kernland zwischen den Städten Gotha und Erfurt in der Umgebung meines Heimatortes Neudietendorf. 



Deshalb kann ich hier unter www.bienenherr.de ein rein regionales Produkt  "Ökologisch erzeugten Honig aus dem Thüringer Kernland" anbieten.

 

Zertifiziert ist meine Imkerei nach EU-Öko-Verordung und von den Anbauverbänden Bioland und Gäa. Bioland ist der führende Ökologische Anbauverband Deutschlands und Gäa ist ein vorwiegend regionaler Anbauverband, der besonders in den neuen Bundesländer aktiv ist. Gegründet wurde er als erster ökologischer Anbauverband der DDR.