Bei mir gibt es Jahrgangshonig!

Wie ein guter Wein ist auch echter Bienenhonig von den Bedingungen in der Natur abhängig.

Es gibt Jahre, da blühen alle Frühjahrsblüher gleichzeitig: Löwenzahn, Obstblüte, Raps – alles hat auf das Frühjahr gewartet! In einem anderen Jahr ist das Frühjahr dann wieder länger und die Pflanzen wachsen und blühen eher nacheinander.

Gleiches gilt auch im Sommer, wenn z. B. bei Regen nach langer Trockenheit alle Pflanzen wieder Nektar produzieren können. Dazu kommt, dass vom Bauern jedes Jahr aufgrund der Fruchtfolge verschiedene Pflanzen angebaut werden.

Und immer sammeln die Bienen das Beste davon. Ob im Frühjahr, während der Rapsblüte oder im Sommer. Jedes Jahr wird der Honig deshalb anders sein. Es ist also immer ein ganz besonderer Honig.

Eben Jahrgangshonig.

Der Honig ist schonend gewonnen und cremig gerührt. So ist er am besten zu essen. Wer ihn gern flüssig mag, kann ihn vorsichtig auf maximal 40 °C im Wasserbad erwärmen (Bitte Thermometer verwenden!). Er wird dann nach einigen Tagen aber richtig fest und müsste wieder erwärmt oder täglich gerührt werden. Besser er bleibt naturbelassen, so gehen keine Inhaltsstoffe verloren.

 

LAGERUNG:

Honig sollte immer kühl, dunkel und mit verschlossenem Deckel gelagert werden.

Wird er bald verbraucht, muss er nicht in den Kühlschrank. Er sollte aber nicht der Sonne ausgesetzt sein oder in der Nähe einer Heizquelle aufbewahrt werden.

Eine lange Lagerung sollte aber auf jeden Fall vermieden werden.

 

Regionaler Honig - Warum?

Thüringen ist als erstes Bundesland seit dem 30.11.2010 Mitglied im „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“. In Thüringen werden und wurden also auch keine Genpflanzen angebaut, als es in anderen Ländern noch möglich war.

 

In Spiegel-Online wurde am 07.09.2011 folgender Beitrag veröffentlicht:

 

„Honig, ein unterschätztes Produkt

 

Es ist merkwürdig, dass viele Konsumenten zwar bei Lebensmitteln wie Wein und Käse großen Wert auf Herkunft und Entstehung legen, aber bisher Honig weitgehend als Massenprodukt wahrnehmen und ihn zu Billigpreisen bekommen wollen. Der hohe innere Wert dieses Produkts geht in der gängigen Massenwirtschaft weitgehend unter. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (*) bietet daher einen guten Anlass, darüber nachzudenken, welchen Honig man als Verbraucher wirklich will.

 

Wenn es Honig aus ökologisch intakten Landschaften sein soll, die den Etiketten der Herstellerfirmen irgendwie ähneln, dann ist nach dem Urteil ein guter Zeitpunkt, auf die Suche nach regionalem Honig zu gehen, Honig von leidenschaftlichen Imkern, die nicht nur ihre Bienen kennen, sondern auch die Pflanzen ihrer Region.

Es ist auch ein guter Zeitpunkt darüber nachzudenken, welche Agrarpolitik es braucht, damit vielfältige Landschaften erhalten bleiben oder wieder neu entstehen, in denen Bienen ausreichend Blüten mit Nektar finden.

 

Woher kommt der Honig?

 

Beim Kauf des nächsten Glases besteht dann aber sehr wohl guter Grund, nachdenklich zu sein und genau hinzusehen. Denn woher kommt der Honig, von dem jeder Bundesbürger im Durchschnitt mehr als ein Kilogramm pro Jahr verzehrt? Bisher schenken die meisten Kunden dieser Frage wenig Aufmerksamkeit. Der Gesetzgeber fördert die Ignoranz auch noch. Er schreibt nur eine äußerst vage Herkunftsangabe vor.

Wie bei vielen anderen Produkten machen industrielle Hersteller auch beim Honig mit trügerischen Bildern von Heimatidyllen und Postkartenlandschaften Werbung, so als ob sie sich beim Hobbyimker um die Ecke eindecken würden. Dass ihr Produkt zu 80 Prozent von weither aus Ländern wie Argentinien, Mexiko und China herangeschafft und oftmals lange gelagert wird, dürfen sie geschickt verschleiern. Dass in manchen dieser Länder in großem Stil eben auch gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Feldern stehen, deren Pollen Bienen mit einsammeln, gehört zur industriellen Honiggewinnung mit dazu.

Hier liegt das eigentliche Problem von Honig mit Gentechnik-Spuren: Er kommt viel zu häufig aus ökologisch überstrapazierten Gebieten mit überindustrialisierter Landwirtschaft - und in der Regel von zu weit her.

Wie kaum ein anderes Produkt verbindet uns Honig mit dem ganzen Ökosystem, aus dem er stammt. Die Bienen unterhalten eine Art analoges Internet, über das sie Blüten, Brut und Konsumenten miteinander vernetzen. Damit ein einziges Glas voll wird, müssen die Bienen Hunderttausende Flüge zu Blüten zurücklegen. Sie schaffen dabei ein Abbild der Artenvielfalt und der ökologischen Gesundheit eines Gebiets.“

 

* Aus dem Urteil des Gerichtshofs ergibt sich, dass Pollen von genetisch veränderten Pflanzen nur dann im Honig sein dürfen, wenn diese Pflanze eine gentechnikrechtliche Zulassung nach der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 hat, die sich auch auf den Pollen als Bestandteil von Lebensmitteln erstreckt. Es gilt insoweit eine „Null-Toleranz“. 

 

Honig aus der Region hat noch einige weitere Vorteile:

Die Bestäubungsleistung der Bienen ist nicht zu importieren. Eine vielfältige Landschaft kann nur entstehen und erhalten werden, wenn die Bienen ihre Bestäubung hier bei uns leisten.

Der produzierte Honig enthält Pollen und weitere Inhaltsstoffe von Pflanzen, die hier in der Region wachsen. Das sind die Stoffe, die unser Körper auch benötigt.

 

Es gibt mehrere Studien, die besagen, dass man Heuschnupfen mit Honig aus der Region lindern könnte. Demzufolge soll man Honig, der in der Zeit der Allergiereaktionen gewonnen wurde und damit die allergenen Pollen enthält ab Jahreswechsel regelmäßig essen. So könnte die Allergie zumindest vermindert werden. Ich meine, auch deshalb sollte man sich von regionalen Erzeugnissen ernähren und eben auch regionalen Honig essen. So kann man vielleicht auch Allergien vermeiden.

 

Und genau diesen Honig können Sie hier kaufen.